
Wichtiger Sieg gegen Kirchwehren
Am Ostersamstag stand für unsere erste Herren ein richtungsweisendes Spiel gegen die SG Kirchwehren/Lathwehren auf dem Programm. Im Duell des Vorletzten gegen den Tabellenletzten war die Ausgangslage klar: Beide Teams standen unter Druck und mussten punkten. Nachdem die SG Ronnenberg als engster Verfolger aus den vergangenen zwei Spielen vier Punkte gesammelt hatte, waren die Degerser Teufel auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht. Entsprechend groß war die Motivation, mit einem Heimsieg ein klares Zeichen zu setzen und die Abstiegsränge schnellstmöglich wieder zu verlassen.
Personell gab es im Vergleich zur Startelf gegen Koldingen nur eine Veränderung: Jonah Mertens rückte für Max Hagedorn auf die rechte offensive Außenbahn. Dabei sollte eigentlich auch Marc Tischer in die Startelf zurückkehren, nachdem er in der Vorwoche noch fehlte. Allerdings verletzte sich unsere Nummer 6 leider beim Aufwärmen, sodass erneut Vincent Blume zusammen mit Felix Fechner die Innenverteidigung bildete.
Von Beginn des Spiels an erspielten wir uns mit hohem Druck und viel Einsatzbereitschaft erste Torchancen. Bereits in der 10. Minute fiel dann die frühe Führung: Nach einem Freistoß von Joel Wohlfarth setzte sich Marvin Haake im Strafraum durch und köpfte den Ball platziert zum 1:0 ins Eck. Nur kurze Zeit später folgte das 2:0 – nach doppelter Kopfballverlängerung von Marvin Haake und Julian Schüffler tauchte Jordi Kästler frei vor dem Tor auf und ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen.
Trotz der komfortablen Führung gelang es uns jedoch nicht, Ruhe ins Spiel zu bringen. Kirchwehren blieb insbesondere nach Einwurfsituationen gefährlich – ein Muster, das sich noch rächen sollte. Denn in der 21. Minute und kurz vor der Pause nutzte Marvin Schlömer gleich zwei solcher Situationen aus und glich zum 2:2 aus, mit dem es anschließend in die Pause ging.
In der Halbzeit nahm das Trainerteam um Jendrik Suhr und Sebastian Koelman einen Wechsel vor: Lauris Schürmeyer, der im Winter neu von der SG Everloh-Ditterke zum SVD stieß, kam zu seinem ersten Einsatz für die Teufel und ersetzte Elia Heidemann auf der Linksverteidigerposition. Gleichzeitig kam unsere Mannschaft mit spürbarer Wut und neuer Entschlossenheit aus der Kabine. In der 50. Minute wurden die Bemühungen belohnt: Jonah Mertens setzte sich stark über die rechte Seite durch und legte mustergültig quer auf Marvin Haake, der nur noch zum 3:2 einschieben musste. Nur sieben Minuten später folgte das nächste Highlight: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Joel Wohlfarth verlängerte Julian Schüffler den Ball sehenswert per Kopf ins lange Eck – das 4:2 in der 57. Minute.
Doch auch nach der erneuten Zwei-Tore-Führung blieb das Spiel intensiv. In der 85. Minute konnte Kirchwehren erneut nach einer Einwurfsituation verkürzen und brachte noch einmal Spannung in die Partie. Die Gäste warfen alles nach vorne, doch unsere Defensive hielt stand. Kurz vor Schluss schwächte sich Kirchwehren zudem selbst, als ein Spieler wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah. Den Schlusspunkt setzte allerdings der eingewechselte Linus Köhler, bei seinem ersten Saisoneinsatz in der Nachspielzeit (90.+5): Nach einem Missverständnis zwischen dem Kirchwehrener Torwart und einem Verteidiger nutzte er die Situation aus und schob den Ball zum 5:3-Endstand ins leere Tor.
Am Ende steht ein hart erkämpfter Sieg, der spielerisch einiges an Luft nach oben ließ, aber vor allem eines brachte: Drei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf. Mit diesem Erfolg konnten wir uns wieder in der Tabelle an Ronnenberg vorbeischieben und haben noch zwei Spiele mehr als die Konkurrenz zu absolvieren.
Weiter geht es am kommenden Sonntag mit dem nächsten wichtigen Spiel: Auswärts treffen wir um 14 Uhr auf den SV Weetzen.
Aufstellung SV Degersen:
Miotke – Müller, Blume, Fechner, Heidemann (Schürmeyer 46.) – Mertens (Hagedorn 64.), Schüffler, Wohlfarth, Flasbart, Kästler (Bergmann 64.) – Haake (Köhler 81.)
Tore:
1:0 Haake (10.), 2:0 Kästler (19.), 2:1 Schlömer (21.), 2:2 Schlömer (45.), 3:2 Haake (50.), 4:2 Schüffler (57.), 4:3 Dobratz (85.), 5:3 Köhler (90.)